Bolivia a Chile. La Paz und Uyuni durch die Wüste nach Chile.

Die Reise durch Bolvien ist nur super kurz, aber umso so mehr beeindruckender. Die Tage in der Salar de Uyuni kommen einem länger als drei vor, soviele unterschiedliche Eindrücke haben wir gesammelt. Und auch der Regierungssitz La Paz ist den Abstecher total wert.

Es ist schon finster als wir durch El Alto nach La Paz kommen. Der Ausblick ist atemberaubend. Wieder so eine riesige Stadt mit weniger Einwohnern als man denkt. La Paz und El Alto gemeinsam kommen nicht mal auf 3 Millionen. Und dann steht da plötzlich eine riesige Liftstütze neben einem. Ein Blick nach oben und man sieht die Gondeln rumflitzen. Doppelmayr, österreichische Qualität. Natürlich mussten wir da rein. Wie kleine Kinder haben wir uns auf die Fahrt gefreut. Smiley hat’s dann sogar umgehauen.
La Paz hat Geschichten zu erzählen, da meinst du die sind erfunden. Angefangen von den Lama Fötussen und Babys, die in kleinen Gebäude eingemauert werden um beim Bau Unglücke zu vermeiden. Bei Großbaustellen gibt es etwas andere Opfergaben – lebende Menschen. Natürlich heutzutage verboten…
Das Gefängnis mitten im Zentrum hat auch genug Stoff um Bücher zu füllen…und Windeln.

Nach nur einem Tag in der Großstadt ging’s auch schon weiter nach Uyuni um in die beliebte Salzwüste zu kommen. Drei Tage. Am Ende werden wir über die Grenze nach Chile. Die Landschaft ist super. Angefangen von dem weiß weit und breit in der Salzwüste. Dann die lustigen Felsformationen, die Ebenen mit Lamas, Vicuñas und auch die einheimische Art der Strauß Familie haben wir gesehen (mit Nachwuchs). Dann kommen die Lagunen. Weiß, rot, grün. Und pink! Flamingos, viele Flamingos, die es verstehen sich dezent zurück zu ziehen sobald ihnen jemand zu nahe kommt. Geysire und Dalí’s Wüste.
Zwei Nächte, einmal auf 3700m (super angenehm von Temperatur in der Unterkunft) und dann auf 4400m (ar*kalt in der Früh). Aber sobald die Sonne kommt wirds warm, die hat hier eine irrsinnige Kraft.

Etwa 1000km haben wir zurück gelegt in den drei Tagen. Und dann kommt die gründlichste Grenzkontrolle bisher. Keine Früchte, nicht frisch, nicht getrocknet. Kein Quinoa. Das Gepäck wird geöffnet, ausgeräumt und überprüft. Hat etwas gedauert wie man sich vorstellen kann. Aber dann war auch die letzte Grenze dieser Reise überschritten.

Ab ins wüstige San Pedro de Atacama. Eine nette, kleine touristische Wüstenstadt. Im Zentrum bestehen viele Mauern aus rötlichem Lehm. Umgeben von Mondlandschaft und Wüste. An den Preisen merkt man, dass ansonsten nicht viel hier ist. Auch, dass man in Chile angekommen ist, europäisches Preisniveau. Keine frischen Fruchtsäfte mehr um (weniger als) einen Euro. Nett ist es trotzdem hier, mitten in der Wüste.