La ciudad blanca. Arequipa

Nach der Ankunft habe ich mich lange gefragt, warum die Arequipa als die weiße Stadt bekannt ist. Im Gegensatz zu Popayan in Kolumbien gibt es hier kein weiß bemaltes Stadtzentrum. Viele Besucher sollen früher zuerst an Kokain gedacht haben. Zwei Gründe haben wir dann zu hören bekommen.

Einerseits wurden die Gebäude im Zentrum nicht mehr bemalt. Blieben also weiß, da vieles aus weißem Granit besteht. Man kann allerdings nicht behaupten, dass die Gebäude weiß weiß sind. Die eigentlichen Namensgeber dürften aber die kolonialischen Bewohner, also die weißen Spanier, gewesen sein. Heute sieht man hier eine gemischte Bevölkerung und viele Touristen. Der Name blieb.

Arequipa ist nach Lima die wichtigste Stadt in Peru, war auch kurzfristig Mal Hauptstadt als man mitten im Krieg gegen die Chilenen war. Etwas wie Quito in Ecuador liegt auch Arequipa ziemlich hoch, 2.335 Meter, und ist umgeben von Vulkanen, die man auch immer wieder erspähen kann während man in der Stadt rumspaziert.

Zu den Hauptattraktionen zählt das Kloster, dass wenn man es betritt wie eine kleine Stadt wirkt. Mit roten und blauen Farben farbenfroh zu besuchen. Auch der Ausflug in den Colca Canyon gehört dazu – je nachdem wie man misst, der tiefste Canyon der Welt. Neben atemberaubender Landschaft hat man auch die Möglichkeit den selten gewordenen Condor zu beobachten. Mit seiner Flügelspannweite von bis zu 3 Metern erkennt man ihn auch aus einigen hundert Meter Entfernung noch gut. Natürlich gibt es auch tolle Wandertreks, dafür fehlte allerdings die Zeit. Dafür lieber in die heißen vulkanischen Quellen und rauf auf 4900m zum Vulkan schauen (ausnahmsweise mit dem Tourbus).

Am Rückweg haben wir dann auch noch eine Herde Vicuñas gesehen. Verwandt mit den Lamas und Alpakas, allerdings nur wild zu finden. Die Wolle dieser Tiere ist die teuerste der Welt. Für einen Schal muss man schon einen 4-stelligen Betrag ausgeben. Dafür soll man dann weder schwitzen noch frieren und Pullover werden über Generationen vererbt. Süße Tiere sind es auch noch, die nun unter Schutz stehen, da der Bestand nicht mehr allzu groß ist.

Kurz war der Aufenthalt hier, nur zwei Tage, aber es auf jeden Fall wert am Weg zu der beliebtesten Stadt Perus. Der Inkahochburg Cusco. Je näher wir kommen desto weniger Spanisch Kenntnisse sind notwendig, wir werden inzwischen immer schon automatisch auf Englisch angesprochen.